Digitalkameras

Die Bilder in den Galerien von Utopia Photography entstanden mit verschiedenen Kameras von Nikon, Fujifilm und Canon. Momentan arbeite ich mit einer Nikon D3 (vgl. Text weiter unten). Für die Aufnahmen wurden verschiedene Nikon-Objektive bzw. Teleskope verwendet.
Seit Februar 2008 arbeite ich mit einer Nikon D3-Kamera. Da die D3 Nikon's erste Kamera mit dem grösseren FX-Sensor ist (24x36mm anstelle von ca. 24x16mm), brauchte ich ziemlich viel Zeit, um mich an das neue Format zu gewöhnen. Der Umstieg war eine aufregende Zeit und zog eine Wiederentdeckung der Objektive mit sich.
 
Die D3 erweist sich als extrem gutmütige Kamera. Alle Objektive arbeiten in der Bildmitte sehr gut mit ihr zusammen. Sie liefern in der Bildmitte eine bessere Qualität als an der Nikon D2X. Hingegen müssen fast alle Objektive auf Blende 8 abgeblendet werden, damit sie an der D3 einen scharfen Bildrand für die Landschaftsfotografie erzeugen. Da ich keine Landschaftsaufnahmen bei Blende 2.8 tätige, stellt dies keine allzu grosse Einschränkung dar. Eine der hilfreichsten Funktionen der Nikon D3 ist der virtuelle Horizont. Ich habe die Funktionstaste so programmiert, dass sie im Sucher den virtuellen Horizont anzeigt. Bei fast jeder Aufnahme aktiviere ich so den virtuellen Horizont - ich kann ohne ihn nicht mehr leben.
 
Der helle und grosse Sucher der Nikon D3 ist im Studio sehr praktisch. Andererseits würde natürlich jede DX-Kamera den Dienst tun. Die Unterschiede zwischen einer DX- und FX-Kamera sind sehr gering, da man ohnehin die niedrigste kalibrierte Empfindlichkeit verwendet. Leider besitzen viele Kameras kein kalibriertes ISO 100 mehr (zugunsten eines besseren Rauschverhaltens bei hohen ISO-Werten).
 
Für die Low-Light-Fotografie ist die Nikon D3 ein Segen. Die Kamera liefert sehr saubere ISO-1600-Bilder - das Rauschverhalten ist mindestens eine Blendenstufe besser als bei den aktuellen DX-Kameras. Ich versuche Empfindlichkeitswerte jenseits von ISO 1600 zu verhindern, denn die Aufnahmen verlieren dadurch stark an Schärfe. Doch im Schwarz-Weiss-Modus liefert die D3 bis zu ISO 4000 Aufnahmen mit sehr schönem Charakter.
 
Die Nikon D3 eignet sich hervorragend für Langzeitaufnahmen. Ich setze sie regelmässig für Belichtungen im Minutenbereich ein.
Obwohl ich kein Sportfotograf bin, fotografiere ich von Zeit zu Zeit Sportanlässe. Die D3 ist die schnellste Kamera, die ich je in Händen hatte. Einfacher lassen sich wohl keine akzeptablen Action-Fotos schiessen.


Kamera-Einstellungen

Sport-Einstellungen (Fussball) mit dem Nikon AF 300 mm f/4 IF ED & Nikon D3 / D3S: Bei veränderlichem Licht:
Belichtungssteuerung: A Modus (Zeitautomatik) mit Objektiv auf Blende 5.6 (viel Licht) oder 4 (wenig Licht) eingestellt;
Belichtungsmessung: Mittenbetonte Messung;
ISO-Automatik mit längster Belichtungszeit 1/1250 s zum Einfrieren von Bewegung auch auf kurze Distanzen (bei Belichtungszeiten von 1/640 s treten bei 300 mm Brennweite meist noch Bewegungsunschärfen auf);
Wähler für die AF-Messfeldsteuerung: Dynamische Messfeldsteuerung, 9 Messfelder;
Autofokussteuerung: AF-C (Kontinuierlicher Autofokus);

Bei konstanten Lichtverhältnissen:
Belichtungssteuerung: M Modus (Manuelle Belichtung) mit Objektiv bei Blende 5.6 (viel Licht) oder 4 (wenig Licht);
Belichtungszeit 1/1250 s oder kürzer zum Einfrieren der Bewegung bei 300 mm Brennweite;
ISO-Empfindlichkeit so niedrig wie möglich;
Restliche Einstellungen wie oben.